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Und die Kabale und die Liebe

Buch und Regie: Bulat Atabajew
Uraufführung:
2.10.2000

Auf die massive Einwanderung russlanddeutscher Aussiedler im vergangenen Jahrzehnt reagierten Einheimische zuweilen aufgrund von Vorurteilen ablehnend. Dies erschwerte die Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft erheblich. Es war uns, dem Russland-Deutschen Theater Niederstetten, ein Anliegen, sich zu diesem gesellschaftlichen Problem zu äußern. "Theater ist ein gesellschaftlicher und politischer Ort", heißt es im Stück. Im Mittelpunkt steht eine russlanddeutsche Schauspielerin, die glaubt in Deutschland nicht in ihrem Beruf arbeiten zu können, weil sie als Russlanddeutsche nicht die Norm der deutschen Bühnensprache beherrscht. Stattdessen arbeitet sie als Putzfrau. Damit kann sie materielle Wünsche befriedigen. Dennoch bleibt sie unglücklich. Durch die Arbeit an der Rolle der Lady Milford aus Schillers "Kabale und Liebe" beginnt SIE zu verstehen, dass sie nicht immer nur darauf warten kann, dass die Lösungen für ein Problem von außen kommen. Sie muss selbst aktiv werden. Bulat Atabajew war von 1982 bis 1990 als Regisseur am Deutschen Theater, Kasachstan, tätig. Seine erste Inszenierung war "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller mit Maria Warkentin als Lady Milford und Peter Warkentin als Präsident. „Regisseur und Autor Bulat Atabajew ist ein Meisterwerk gelungen. Er schmiedet aus Textpassagen des Klassikers von Schiller, langen Gesprächen mit den Schauspielern und gängigen Klischees und Vorurteilen der Deutschen eine Textkollage, einen Reisebericht in das Innenleben einer Heimatlosen. Ein Plädoyer für mehr Toleranz … Toleranz gegenüber dem scheinbar Fremden.“ ( Nina Heimbach, Fränkische Nachrichten )

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