Skip to content

Die Kist von der Wolga

Zum hundertsten Jahrestag der Gründung der deutschen Autonomie an der Wolga - ein literarisch-szenisches Programm.

Anlässlich des 100. Jahrestags der Gründung der deutschen Autonomie an der Wolga erzählt das Russland-Deutsche Theater unter dem Titel „Die Kist´ von der Wolga“ die Geschichte der Wolgadeutschen in Form eines literarisch-szenischen Schauspiels.

Die ersten Jahre waren für die wolgadeutschen Siedler sehr hart: immer wieder wurden die Siedler verschleppt und ihre Siedlungen beraubt und geplündert. Doch sie konnten sich in der Region durchsetzen. Im Gebiet der Wolga existierten 1918 mehr als 200 deutsche Siedlungen. Um die Nationalpolitik der jungen Sowjetunion umzusetzen, wurde im Oktober 1918 das autonome Gebiet der Wolgadeutschen eingerichtet. Die Jahre der Autonomie sollten sich als schwierig erweisen, da die Region in den Bürgerkrieg zwischen roten und weißen Gruppen geriet.

Mehrere Werke finden im neuen Programm des Russland-Deutschen Theaters Verwendung: Christian Gottlob Züge beschreibt seine Ausreise nach Russland als ein großes Abenteuer: witzig, amüsant, nachdenklich. B. L. von Platen schildert mit welch großen Erwartungen er als junger Offizier seine Reise in das Zarenreich antrat. Neben weiteren Geschichten und einem wolgadeutschem Versepos „Das Lied vom Küster Dies“, dienten Gerhard Sawatzkys Roman „Wir selbst“ und Auszüge aus Viktor Kleins Roman „Der letzte Grabhügel“ als Vorlage der ereignisreichen Jahre der Sowjetisierung der Wolgadeutschen.

Maria und Peter Warkentin haben zeitgenössische literarische Berichte verschiedener Schriftsteller ausgegraben, die den Geist der damaligen Zeit spiegeln und sich durch eine schöne, ausdrucksstarke Sprache auszeichnen. Nach „Der weite Weg zurück“ und „Mix-Markt einfach anders“ vermittelt das Russland-Deutsche Theater Niederstetten mit „Die Kist´ von der Wolga“ ein weiteres Mal die Geschichte der Russlanddeutschen in bewährter Manier.

© BILD: Inge Braune

 

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!