Skip to content

MIX-MARKT einfach anders

Eigenregie Premiere am 23.01.10
Ein neues Programm über das Befinden der Deutschen aus Russland in ihrer neuen Heimat, Humorvolles und Kritisches, Vergleich von einst und jetzt, Gegenüberstellung von dort und hier, mit Kurzgeschichten, Rezitationen und Liedern.
 

 

Die meisten von uns sind nun im Schnitt 10 – 15 oder aber auch mehr Jahren in Deutschland. Im Gröbsten hat man die Probleme des Einlebens überwunden und ist jetzt in der Lage, manche kritische Vorgänge rückblickend mit Humor zu betrachten. Den Abstand gewonnen, um Dinge neu oder anders zu bewerten. Wir erinnern uns gerne, wie wir die Ämterhürden überwunden haben, wie wir den neuen Arbeitsplatz und das Arbeitsklima eingeschätzt haben und vor allem – was für Tücken uns die Muttersprache bereitete. All das sind Themen, die in diesem neuen Programm unter die Lupe genommen werden.

Über sich selber lachen zu können ist ein Zeichen der Genesung. Das Programm beinhaltet humoristisches und kritisches aus dem Leben unserer Landsleute, Lieder, Gedichte und Prosa bekannter Dichter und Schriftsteller wie z.B. Johann Warkentin, Viktor Heinz, Wendelin Mangold, Alexander Reiser u.a.

Der letzte der feurigen Liebhaber

Autor: Neil Simon Premiere: 17.01.2009 (Marvin)

Neil Simon, einer der populärsten Dramatiker der USA, wurde am 4. Juli 1927 in Brooklyn geboren und lebt auch heute noch in New York. Er begann schon früh, Drehbücher und Sketche für Fernseh- und Bühnenshows zu verfassen. Den endgültigen Durchbruch erlebte er 1963 mit seinem Stück "Barfuß im Park“ mit Robert Redford. Weitere Gesellschaftskomödien wie "Ein seltsames Paar“, "Plaza Suite“, "Sonny Boys“ und "California Suite“ ließen ihn zu Amerikas populärstem Drehbuch- und Bühnenautor werden.

Der letzte der feurigen Liebhaber

Barney Silberman besitzt ein gut gehendes Fischrestaurant. Da fangen die Probleme schon an – er riecht an den Fingern. Aber dagegen hilft Duftwasser. Dann hat er noch ein Problem: Er ist Mittvierziger, Vater von drei Kindern und 23 Jahre mit derselben Frau verheiratet: Und? Soll es das gewesen sein? Neeiiiin! Barney will es noch einmal wissen. Barney will den Kick, den Rausch der Gefühle und der Leidenschaft, dieses Gefühl, verdammt noch mal am Leben zu sein. Er will ausbrechen aus dem alltäglichen Trott. Zwei Stunden in der Woche kann er heimlich die Wohnung seiner Mutter als Absteige benutzen. Barney, das gut erzogene Gewohnheitstier, sagt „Hallo Mami“, wenn er in das leere Apartment kommt. Barney erwartet Besuch. Von einer Frau, aber nicht der eigenen. Und nicht nur von einer und natürlich nicht gleichzeitig. – Die turbulenten Seitensprungversuche mit Witz, Slapstick, Charme und absolut verrückten Situationen. Ein furioses Stück Entertainment auf höchstem Niveau, das die Zuschauer allerorts zu Begeisterungsstürmen hinreißt. ACHTUNG! Nicht geeignet für Ehepaare im 24. Ehejahr!

Die Heirat

Autor: Nikolai Gogol Regie: Julian Knab Premiere: 23.07.2008 Klosterfestspiele in Weingarten

Am 9. Dezember 1842 wurde Die Heirat im Alexandrinskij-Theater am Newskij Prospekt in Anwesenheit des Zaren uraufgeführt, der die Loge schon während des ersten Aufzuges verließ. Die Aufführung war ein Misserfolg, das Publikum und die Kritik lehnten das Stück ab. Nur der progressive Literaturkritiker Wissarion Belinskij ahnte, dass ein Stück uhraufgeführt war, dass in der russischen Theatergeschichte den Beginn der Moderne anzeigte, an das sich Iwan Turgenew und vor allem Anton Tschechow mit seinen ernsten Komödien anschließen konnten.


In launiger Weise, gewürzt mit einer derben Prise Humor, beschreibt Gogols Komödie Die Heirat den grotesken Sumpf der St. Petersburger Gesellschaft in der Mitte des 19. Jh. Im Zentrum steht der unverbesserliche, ewige Junggeselle Podkolessin, der mit Hilfe einer geschäftstüchtigen Heiratsvermittlerin und seinem quicklebendig, verschlagenen Freund Kotschkarjow an die Frau gebracht werden soll. Neben ihm erwarten aber drei weitere heiratswütige Junggesellen auf Erfüllung ihrer Wünsche. Eigentlich geht es jedoch darum: Die Braut muss französisch sprechen, eine einträgliche Mitgift besitzen und keine zu lange Nase haben.

Ich habe einen Traum

Ich habe einen Traum - Frauen im Spiegel der Literatur
Regie:
Peter Warkentin Premiere: 7.4.2005

Maria Warkentin liest und spielt Texte von engagierten Frauen, in denen ausschließlich Frauen zu Wort kommen. Sie machen im Gewand der Literatur ihre Gefährdung und ihr Erleben erfahrbar. Maria Warkentin liest und spielt Texte sowohl von Frauen, die Gewalt erlebt und erlitten haben, wie zum Beispiel Waris Dirie und Rosa Luxemburg, als auch von Frauen, die sich aus schwierigen Situationen befreit haben und dem Erlebten ihre Stimme gaben. Zu Wort kommen Alice Schwarzer, Christa Wolf, Christine Brückner und andere.


Was war's

Was war's

Was war's
Regie: Jörg Ehni Darsteller: Thomas Tolk, Maria und Peter Warkentin
Premiere: 5.8.2004 (bei den Klosterfestspielen Weingarten)




Am Schluss von Shakespeares „Romeo und Julia“ sterben die beiden Liebenden von eigener Hand. Das war ganz, ganz anders. In Wirklichkeit haben beide überlebt und sind nun, 29 Jahre nach ihrem vermeintlichen Tod, ein Ehepaar, das sich mit der 14 jährigen Tochter Lukretia in Verona durchschlägt. Der Haussegen des durch Shakespeare weltberühmt gewordenen Liebespaares hängt schiefer als der Turm von Pisa. Da taucht Shakespeare persönlich auf, um die Sache ins Lot zu bringen. Mit von der Partie sind zwei alte Bekannte: Pater Lorenzo, der alte Vertraute des Paares, der die heimliche Trauung vollzogen hatte und die geschwätzige Amme, die für Julia wie eine zweite Mutter war. „Ein derart rasanter Rollenwechsel ist neu beim RDTheater. Alt bekannt und immer wieder neu bewundernswert sind das Temperament und die Ausdrucksstärke. Mit diesem Stück erlebt man also einen äußerst unterhaltsamen, aber auch qualitätsvollen Abend, eine lebendige Komödie auf den Alltag einer Ehe.“ (Petra Vollkommer, Fränkische Nachrichten) Anmerkung: Sie können zu diesem Theaterstück eine Meinung abgeben, indem Sie auf den Link "Kommentare" klicken!

Der Heiratsantrag - Der Bär

Der Heiratsantrag

Der Heiratsantrag - Der Bär
Autor:
Anton Tschechow
Regie:
Jörg Ehni
Darsteller: Thomas Tolk, Maria und Peter Warkentin
Premiere: 31.7.2003 (bei den Klosterfestspielen Weingarten)


Es waren Übungsstücke, kleine, amüsante Einakter, mit denen Anton Tschechow seine Feder spitzte, bevor er mit „Iwanow“, „Die Möwe“, „Drei Schwestern“ - Klassiker des russischen Theaters schrieb. Noch trübt nicht Melancholie den Blick des Schriftstellers, im Gegenteil - die komödiantischen Einakter zeigen ein ganz anderes Bild des 1904 verstorbenen russischen Schriftstellers. Weniger die soziale Missstände werden thematisiert, vielmehr der tägliche Kleinkrieg zwischen den Geschlechtern. Jörg Ehni, ehemaliger Professor an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, Autor und Regisseur, inszenierte Tschechows „Der Heiratsantrag“ und „Der Bär“ sowie Ephraim Kishons „Es war die Lerche“ für den Kulturkreis Weingarten. „Das Russland-Deutsche Theater präsentiert zwei sehr farbige und turbulente Stücke des großen Theaterautors Anton Tschechow. Das Umschlagen der Gefühle und die Unberechenbarkeit der Situation halten den Zuschauer bei der Stange und machen uns mit einem flinken und scharfzüngigen Tschechow bekannt. Bis zur Groteske werden die Gefühle der Personen ausgespielt. Nein, nicht gespielt - gefüllt mit Leben!“ (Fränkische Nachrichten). Anmerkung: Sie können zu diesem Theaterstück eine Meinung abgeben, indem Sie auf den Link "Kommentare" klicken!

Guten Morgen, du Schöne

Guten Morgen...
Autor: nach Maxie Wander
Regie:
Peter Warkentin
Premiere:
22.2.2002




Maria Warkentin spielt in diesem Stück drei Frauen. Sie hat Monologe aus Maxie Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ für die Theaterbühne szenisch bearbeitet. Die Frauen erzählen auf bemerkenswert direkte Art von sich, von ihren Gefühlen, ihrer Familie, ihrer Arbeit und ihren Männern. Sie äußern sich über Liebe und Sexualität, über Politik und über ihre Ansicht von der „richtigen“ Art zu leben. Maria Warkentin: „Ich schätzte die Offenheit der Frauen, den Ernst und die Tiefe ihrer Gedanken und Empfindungen.“

„Es war ein schöner, ein sehr schöner Theaterabend, als Maria Warkentin ... mit `Guten Morgen, du Schöne´ ihr erstes Solo-Programm spielte: ausdrucksstark, wandlungsfähig und sprachgewaltig. Es lohnt sich immer wieder, in die vielen Gesichter der Maria Warkentin zu sehen und sich von ihrer Lebendigkeit bezaubern zu lassen. Die drei Frauenschicksale haben ein paar Wesenszüge gemeinsam: die Sehnsucht nach Wärme, Geborgenheit, vielleicht sogar nach Glück und Liebe, das Warten auf das Wunder, das sie einmal erleben möchten, eine tiefsitzende Angst, im Leben zu viel falsch gemacht oder versäumt zu haben, die Fähigkeit traurig zu sein und den Wunsch, `sich selber zu finden und nicht irgend einen anderen´...“ (Barbara Kerschkowsky, Fränkische Nachrichten)


Und die Kabale und die Liebe

Buch und Regie: Bulat Atabajew
Uraufführung:
2.10.2000

Auf die massive Einwanderung russlanddeutscher Aussiedler im vergangenen Jahrzehnt reagierten Einheimische zuweilen aufgrund von Vorurteilen ablehnend. Dies erschwerte die Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft erheblich. Es war uns, dem Russland-Deutschen Theater Niederstetten, ein Anliegen, sich zu diesem gesellschaftlichen Problem zu äußern. "Theater ist ein gesellschaftlicher und politischer Ort", heißt es im Stück. Im Mittelpunkt steht eine russlanddeutsche Schauspielerin, die glaubt in Deutschland nicht in ihrem Beruf arbeiten zu können, weil sie als Russlanddeutsche nicht die Norm der deutschen Bühnensprache beherrscht. Stattdessen arbeitet sie als Putzfrau. Damit kann sie materielle Wünsche befriedigen. Dennoch bleibt sie unglücklich. Durch die Arbeit an der Rolle der Lady Milford aus Schillers "Kabale und Liebe" beginnt SIE zu verstehen, dass sie nicht immer nur darauf warten kann, dass die Lösungen für ein Problem von außen kommen. Sie muss selbst aktiv werden. Bulat Atabajew war von 1982 bis 1990 als Regisseur am Deutschen Theater, Kasachstan, tätig. Seine erste Inszenierung war "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller mit Maria Warkentin als Lady Milford und Peter Warkentin als Präsident. „Regisseur und Autor Bulat Atabajew ist ein Meisterwerk gelungen. Er schmiedet aus Textpassagen des Klassikers von Schiller, langen Gesprächen mit den Schauspielern und gängigen Klischees und Vorurteilen der Deutschen eine Textkollage, einen Reisebericht in das Innenleben einer Heimatlosen. Ein Plädoyer für mehr Toleranz … Toleranz gegenüber dem scheinbar Fremden.“ ( Nina Heimbach, Fränkische Nachrichten )

Der weite Weg zurück

Buch und Regie: Maria und Peter Warkentin
Uraufführung:
19.2.2000 Bis heute ca. 160 Vorstellungen in ganz Deutschland!

1763 veröffentlichte die russische Zarin, Katharina II., eine deutsche Prinzessin, ein Edikt, das „allen Ausländern verstattete“ in ihr Reich zu kommen. Etwa 100000 Deutsche folgten dem Aufruf, um sich in der Ferne eine neue, bessere Heimat zu suchen. - Die Zeiten haben sich geändert. Tausende kehrten in die alte Heimat zurück. Doch wer sind sie? Rückkehrer, Zugereiste, Einwanderer, Aussiedler, Spätaussiedler?.. „Wer bin ich? Wo ist meine Heimat? Wo bin ich zu Hause?“ - ein Thema, mit dem sich die Russlanddeutschen auseinandersetzen müssen.

Das Programm „Der weite Weg zurück“ mit Humoresken und Schwänken im wolgadeutschen Dialekt, russischen Romanzen und deutschen Liedern entstand aus dem Wunsch heraus, Geschichte und Kultur der Deutschen aus Russland in unterhaltsamer Form dem Publikum darzubieten. „Wie in einer Ellipse werden die sich wiederholenden Wörter `weiter Weg´, `wandern´ und `Zuhause´ zu einem Symbol erhoben, das die Schauspieler mit höchster artistischer Ausdrucksform, aber sehr menschlich und herzlich den Zuschauern bringen... An diesem Abend ist es vielen Zuschauern klar geworden, dass die Geschichte der Deutschen aus Russland auch ein Bestandteil der gesamten deutschen Geschichte ist.“ (Veronika Karg, DEUTSCHE UMSCHAU)

Die Sanfte

Die Sanfte

Autor:Fedor Dostojewski
Regie:
Wassilij Setschin
Premiere:
28.2.1997



Eine bekannte deutsche Theaterkritikerin schrieb einmal über die 100-gesichtigen Menschen bei Dostojewski. Wir erheben nicht den hohen Anspruch, alle 100 Gesichter zu zeigen. Uns würde es reichen, seine Personen in ihrem Charakter und in ihrer psychologischen Vielfältigkeit zu offenbaren. Dostojewski liebte keine 'sauberen' Helden. Für ihn war es wichtig, einen Menschen mit all seinen Fehlern darzustellen - das beste Beispiel dafür ist Raskolnikow, der Verbrecher in „Schuld und Sühne". Der Held in der Erzählung „Die Sanfte" ist nicht nur ein Mörder, der seine Tat unter psychischem Druck vollbracht hat, sondern auch selbst ein tief leidender Mensch. Für uns war es sehr wichtig, dass der Held in 'der Sanften' seine Schuld erkennt und eingesteht. Durch die Reue kommt der Mensch auf den Weg seiner Rettung. Der Regisseur Wassilij Setschin absolvierte die Akademie der Theaterkunst in Moskau. Als Regisseur wurde er in Deutschland tätig. Er selbst bezeichnet sich als deutschen Regisseur russischer Abstammung. "Auf Armlänge kommen die Darsteller an den Zuschauer heran, jede Schweißperle ist sichtbar, jedes Zittern in der Stimme hörbar – die Vorstellung, die gespielte Figur sei physisch präsent, sei wahrhaftig, ist in Reichweite. Keine Pause unterbricht den Sog, der von der Bühne kommt, die Steigerung reicht bis ans Ende. Ein Ende, das Hoffnung verspricht, erkennt der ’Held’ doch seine Schuld und gesteht seinen fatalen Irrtum." (Ralf Menikheim, Fränkische Nachrichten)

Zwei auf einer Bank

Autor: Alexander Gelman
Regie:
Maria Warkentin
Erstaufführung in Niederstetten:
29.11.1995 






Das Stück spielt in einem Stadtpark und beginnt zu jener geheimnisvoll-berückenden Stunde eines Sommerabends, wo - wie ein Dichter sagt - der Tag verlischt, die Nacht geboren wird. Ausgerechnet zu dieser Stunde treffen sich im Stadtpark ER und SIE. Auf den ersten Blick scheint diese Bekanntschaft zu denen zu gehören, die am Abend beginnen und am Morgen enden. Aber alles ist anders, komplizierter: ER ist verheiratet, SIE - geschieden. Beide sind einsam. Der Autor zeigt in seinem Stück das Drama zweier Menschen, die ganz wenig vom Leben verlangen - Menschenglück, Wärme, Einvernehmen - und die erfahren müssen, wie schwierig der Weg dorthin ist. Alexander Gelman - ein zeitgenössischer russischer Dramatiker, der seine schöpferische Tätigkeit in den Sechzigern, den so genannten 'Tauwetter- Jahren', begann. "Ein Wechselbad der Gefühle, ein stetes Hin und Her zwischen Freude und Frust, Hoffen und Bangen, Liebe und Hass, Ver- und Misstrauen, Wahrheit und Lüge durchleben die 'Zwei auf einer Bank'... Das Schauspielerpaar Warkentin... ist in diesem melancholischen Kleinbühnenstück der Unzulänglichkeit des menschlichen Charakters, der Divergenz zwischen Wunsch nach großer Liebe und ernüchternder, von diffusen Ängsten und Bequemlichkeit gezeichneter Wirklichkeit auf der Spur. Eine Geschichte, die ein düsteres Bild auf die Beziehungsfähigkeit von Mann und Frau wirft, und doch, wie ein Zuschauer nickend am Ende leise vor sich hinsagt, 'eine Geschichte aus dem Leben'." ( Bodo Metzger, Hohenloher Tagblatt)

Emigranten

Emigranten

Autor: Slawomir Mrozek
Regie:
Ludmila Zukassowa (Maly Theater, Moskau)
Premiere: 26.12.1994




Heimat und Heimatverlust ist zwar das verbale Grundthema des Stückes, aber es geht um mehr. Mrozek stellt den Menschen als "widersprüchlich in sich" dar, die Protagonisten sind nur zwei Seiten einer Medaille. Auf der Bühne in zwei Rollen/Charaktere getrennt, sieht der Zuschauer zwar zunächst fremde Ansichten fremder "Typen". Im Laufe der Handlung kommen sich diese aber sowohl auf der Bühne in einer Art Hassliebe näher, wie auch der Zuschauer selbst in die Welt des Spiels eindringt und sich oft eingestehen muss: Ja, das bin ich! "Nicht das Thema Emigranten interessiert uns, nein. Doch die verblüffende Ähnlichkeit der Figuren und der Situationen unserer Landsleute haben uns auf die Idee gebracht, dieses Stück zu inszenieren." "Slawomir Mrozek zeigt seine literarischen Figuren gerne in existentiellen Doppelsituationen. Viel hat der in Paris lebende Exilpole mit seinen französischen Existentialistenkollegen gemeinsam, aber eines hat er ihnen voraus: Eine messerscharfe, analytische Art, die Dinge literarisch zu fassen und trotzdem immer verstehbar zu bleiben." (Michael Schwarz, Tauber-Zeitung)