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Die Sanfte

Die Sanfte

Autor:Fedor Dostojewski
Regie:
Wassilij Setschin
Premiere:
28.2.1997



Eine bekannte deutsche Theaterkritikerin schrieb einmal über die 100-gesichtigen Menschen bei Dostojewski. Wir erheben nicht den hohen Anspruch, alle 100 Gesichter zu zeigen. Uns würde es reichen, seine Personen in ihrem Charakter und in ihrer psychologischen Vielfältigkeit zu offenbaren. Dostojewski liebte keine 'sauberen' Helden. Für ihn war es wichtig, einen Menschen mit all seinen Fehlern darzustellen - das beste Beispiel dafür ist Raskolnikow, der Verbrecher in „Schuld und Sühne". Der Held in der Erzählung „Die Sanfte" ist nicht nur ein Mörder, der seine Tat unter psychischem Druck vollbracht hat, sondern auch selbst ein tief leidender Mensch. Für uns war es sehr wichtig, dass der Held in 'der Sanften' seine Schuld erkennt und eingesteht. Durch die Reue kommt der Mensch auf den Weg seiner Rettung. Der Regisseur Wassilij Setschin absolvierte die Akademie der Theaterkunst in Moskau. Als Regisseur wurde er in Deutschland tätig. Er selbst bezeichnet sich als deutschen Regisseur russischer Abstammung. "Auf Armlänge kommen die Darsteller an den Zuschauer heran, jede Schweißperle ist sichtbar, jedes Zittern in der Stimme hörbar – die Vorstellung, die gespielte Figur sei physisch präsent, sei wahrhaftig, ist in Reichweite. Keine Pause unterbricht den Sog, der von der Bühne kommt, die Steigerung reicht bis ans Ende. Ein Ende, das Hoffnung verspricht, erkennt der ’Held’ doch seine Schuld und gesteht seinen fatalen Irrtum." (Ralf Menikheim, Fränkische Nachrichten)

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